Die Kauf-Lust wird so sicherlich nicht angeregt: Um die angeschlagene Wirtschaft in Italien wieder in Schwung zu bringen, plant die Regierung um Ministerpräsident Silvio Berlusconi eine saftige Erhöhung der Steuer - vor allem auf Produkte der Sexindustrie.
Sexmagazine, Hardcore-Streifen sowie anderes pornografisches Material könnten daher um bis zu 25 Prozent teurer werden. Wird die geplante Maßnahme tatsächlich umgesetzt, dürfte sich Italiens Finanzminister auf hohe Mehreinnahmen freuen. Im "Stiefel" werden pro Jahr Schätzungen zufolge knapp eine halbe Million Pornos verkauft, mehr als 300 Sexfilme gedreht und auf über 30.000 Websites mit pornografischem Material zurückgegriffen.
Hintergrund des Maßnahmenpakets ist nach der Ansicht vieler Experten weniger die Refinanzierung einer staatlichen Ausgabenerhöhung also vielmehr der Versuch der konservativen Regierung, die Sexindustrie Italiens einzuschränken. In der vergangenen Amtszeit Berlusconis war bereits eine Pornosteuer durch das Parlament gegangen. Diese war aber nie eingeführt worden.
Trotz des vergleichsweise hohen Anteils der Pornoindustrie am Steueraufkommen wird dem Programm vorgeworfen, nicht weit genug zu gehen. Haushalte würden durch die Maßnahme kaum entlastet - schon gar nicht jene, die das Wort Kauf-Lust wörtlich nehmen...
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